Mit der OBS nach Paris… – der WPK 9 berichtet

Veröffentlicht am 12. Juli 2015

IMG_0490Hinter uns liegen anstrengende, aber vor allem schöne und ereignisreiche Tage. Vom 22.-26.06.15 fand die lang ersehnte Parisfahrt des WPK Französisch der Jahrgänge 7 und 9 statt. Als Vorbereitung hatten die Schülerinnen und Schüler Referate zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbereitetet, um eine eigene Stadtführung zu organisieren.
Am Dienstagmorgen kamen wir mit unserem Reisebus etwas müde, aber erwartungsfroh, an unserem Hotel in Montmartre an und besuchten erst einmal eine Boulangerie und probierten die ersten Croissants. Danach fuhren wir mit der Métro zum Eiffelturm und hatten das Glück, mit einem Fahrstuhl auf die zweite Ebene zu gelangen und von dort aus einen grandiosen Ausblick auf Paris zu haben, und dies bei bestem Wetter. Die Aussicht ermöglichte den Schülerinnen und Schülern eine erste grobe Orientierung. Eine auffällige Sehenswürdigkeit in der Nähe war ein Gebäude mit goldener Kuppel, der Invalidendom. Dies sollte unser nächstes Ausflugziel sein. Um einen Blick auf den darin befindlichen Sarkophag Napoleons I. zu bekommen, musste man seinen Blick nach unten richten und somit verbeugte man sich unwillkürlich vor dem verstorbenen französischen Kaiser. Der erste Abend endete mit einer entspannten Bootsfahrt auf der Seine, von wo aus man viele andere Sehenswürdigkeiten bewundern konnte. Beim Ausstieg konnten wir noch einen letzten Blick auf den erleuchteten Eiffelturm erhaschen, bevor wir müde zum Hotel zurückkehrten.
Der darauffolgende Tag begann im Louvre, einen der größten Museen der Welt. Dort haben wir eine Museumsralley veranstaltet. Unser Startpunkt war die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci. Um die lächelnde Dame vom Nahen sehen zu können, brauchte man aber etwas Geduld und beim Fotografieren vor allem lange Arme, denn es war ein Blitzlichtgewitter. Danach begann unser kleiner Wettbewerb und die Schülerinnen und Schüler haben zunächst feststellen müssen, dass der Louvre sehr groß ist. Am Ende stand jedoch eine Preisverleihung, die die großen Anstrengungen belohnte. Voll mit vielfältigen Eindrücken der großen Kunstwerke Europas ging es dann mit unserem Reisebus weiter Richtung Versailles. Hier besuchten wir das riesige Barockschloss des französischen Königs Ludwig XIV. Nach einer kurzen Einführung hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich das Innere des Schlosses selber zu erschließen. Ausgerüstet mit Audioguides und unterstützt von ihren Lehrern, staunten unsere jungen Besucher nicht schlecht über den Prunk und die Ausmaße des Schlosses. Ein Referat zum Leben in Versailles verriet uns so manches Geheimnis aus der Zeit Ludwigs XIV. Besondere Highlights waren das Schlafzimmer des Königs sowie der Spiegelsaal, der auch für die deutsche Geschichte wichtig war. Im Jahre 1871 wurde hier Wilhelm I. zum Kaiser ausgerufen und damit das Deutsche Reich begründet.
Gruselig wurde es dann am letzten Tag unserer Fahrt, als wir in die Katakomben von Paris hinabstiegen. Dieses scheinbar endlose System von Gängen schien zunächst harmlos, bis wir in den Hauptteil gelangten. Hier wurden die sterblichen Überreste der Pariser Bevölkerung des 15.-18. Jahrhunderts offen verwahrt. Wieder an der frischen Luft teilten sich die Jahrgänge 7 und 9, die bisher alles gemeinsam erlebt hatten. Die Siebtklässler  machten sich auf den Weg zu la Géode, einem außergewöhnlichen Kino im Norden von Paris, wo sie sich mit ihren französischen Austauschschülern trafen. Bisher hatten sie nur schriftlichen Kontakt per E-Mail.  Nach einer kleinen Kennenlernen-Phase wurde im Park gegessen und gespielt. Dann sahen sie den Film „Destination Pacifique“ auf einer der größten Leinwände der Welt und ließen sich von den traumhaften Bildern bezaubern. Auf der Wiese verabschiedeten sich dann die Deutschen von den Franzosen mit dem Versprechen, sich bald wiederzusehen. Es ging weiter zu Montmartre, dem Künstlerviertel, wo sie genussvoll eine mit Schicken und Käse belegte Crêpe aßen. Und so ließen sie den Abend ausklingeln.
Die Neuntklässler besuchten zunächst das Panthéon, eine Ruhmeshalle mit den Grabstätten berühmter Künstler und Wissenschaftler aus Frankreich. Ein besonderer Höhepunkt war die Grabstätte von Marie Curie, einer Physikerin des frühen 20. Jahrhunderts, die zudem die erste weibliche Studentin an der Universität von Paris, der Sorbonne, war und damit eine Vorreiterin für die Gleichberechtigung von Mann und Frau darstellt. Darauf folgte dann aber etwas Entspannung im Museum Grévin, ein wahrscheinlich einmaliges Museum über Zauberei. Auf Spiegelillusionen folgten zahlreiche Wachsfiguren bekannter Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport und Geschichte. Nach einem kurzen Abstecher ins Hardrock Café Paris endete der Abend mit einem letzten Essen auf den Grand Boulevards, dann wartete auch schon unser Bus auf eine sehr müde, aber zufriedene Gruppe.
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